Welche Förderungen gibt es für Photovoltaik und Wärmepumpe?

Junger Baum auf grüner Wiese im goldenen Abendlicht mit sanften Hügeln der Pfalz im Hintergrund.

Für Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen gibt es in Deutschland mehrere staatliche Förderprogramme, die Ihre Investitionskosten erheblich senken können. Die wichtigsten Förderquellen sind die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) über das BAFA, KfW-Kredite sowie die Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Im Folgenden beantworten wir die häufigsten Fragen rund um Förderung, Antragstellung und regionale Besonderheiten.

Welche Förderprogramme gelten speziell für Wärmepumpen?

Wärmepumpen werden in Deutschland vor allem über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) gefördert, die das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) verwaltet. Der Basisfördersatz beträgt 30 % der förderfähigen Investitionskosten. Hinzu kommen mögliche Boni, die die Gesamtförderung auf bis zu 70 % anheben können.

Die BEG unterscheidet dabei verschiedene Bonusstufen:

  • Basisförderung: 30 % für alle förderfähigen Wärmepumpen
  • Klimageschwindigkeitsbonus: Zusätzliche 20 %, wenn Sie eine funktionierende Öl-, Kohle- oder Nachtspeicherheizung austauschen
  • Effizienzbonus: Weitere 5 %, wenn die Wärmepumpe ein natürliches Kältemittel verwendet oder eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit einem Jahresarbeitszahl-Nachweis bestimmte Effizienzwerte erreicht
  • Einkommensbonus: Zusätzliche 30 % für Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen unter 40.000 Euro

Neben der BAFA-Förderung bietet die KfW zinsgünstige Kredite über das Programm 261 an, mit denen Sie die verbleibenden Investitionskosten finanzieren können. Beide Wege lassen sich nicht gleichzeitig für dieselbe Maßnahme kombinieren, aber Sie können die BAFA-Förderung für die Wärmepumpe mit einem KfW-Kredit für andere Sanierungsmaßnahmen am selben Gebäude verbinden.

Welche Förderungen gibt es für Photovoltaikanlagen?

Die Förderung für Photovoltaikanlagen läuft in Deutschland hauptsächlich über die gesetzlich garantierte Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Wer Solarstrom ins öffentliche Netz einspeist, erhält dafür über 20 Jahre einen festen Vergütungssatz, der bei Inbetriebnahme der Anlage festgelegt wird.

Weitere relevante Fördermaßnahmen für Solaranlagen sind:

  • KfW-Programm 270 (Erneuerbare Energien Standard): Zinsgünstiger Kredit für die Anschaffung und Installation einer Photovoltaikanlage, auch in Kombination mit einem Batteriespeicher
  • Steuerliche Vorteile: Seit 2023 gilt für die Lieferung und Installation von Photovoltaikanlagen bis 30 kWp ein Umsatzsteuersatz von 0 %, was die Anschaffungskosten direkt reduziert
  • Einkommensteuerbefreiung: Erträge aus Anlagen bis 30 kWp sind von der Einkommensteuer befreit, ohne dass Sie einen Antrag stellen müssen

Eine direkte Investitionsförderung durch das BAFA gibt es für Photovoltaikanlagen allein nicht. Die Energieberatung vor Ort hilft Ihnen dabei, alle relevanten Förderwege für Ihre individuelle Situation zu identifizieren.

Lassen sich Photovoltaik- und Wärmepumpenförderung kombinieren?

Ja, Photovoltaik- und Wärmepumpenförderung lassen sich grundsätzlich kombinieren, weil sie auf unterschiedlichen Förderwegen basieren. Die Einspeisevergütung für Ihre Solaranlage und die BAFA-Förderung für Ihre Wärmepumpe schließen sich gegenseitig nicht aus. Sie können beide Maßnahmen parallel beantragen und umsetzen.

Besonders sinnvoll ist die Kombination, weil eine Photovoltaikanlage den Strom liefert, den Ihre Wärmepumpe benötigt. Das senkt nicht nur Ihre laufenden Betriebskosten, sondern verbessert auch die Wirtschaftlichkeit beider Systeme. Wer zusätzlich einen Batteriespeicher installiert, kann den selbst erzeugten Solarstrom noch effizienter nutzen und ist weniger abhängig vom Netzstrom.

Bei der Kombination mit einem KfW-Kredit gilt: Sie können für verschiedene Maßnahmen am selben Gebäude unterschiedliche Förderprogramme nutzen, solange dieselbe Maßnahme nicht doppelt gefördert wird.

Wie hoch ist die maximale Förderung für eine Wärmepumpe?

Die maximale Förderung für eine Wärmepumpe über die BEG beträgt 70 % der förderfähigen Kosten, wenn alle Boni zusammenkommen. Die förderfähigen Kosten sind jedoch auf 30.000 Euro pro Wohneinheit gedeckelt, wenn es sich um die erste Sanierungsmaßnahme handelt. Das bedeutet: Der maximale Förderbetrag liegt bei 21.000 Euro pro Wohneinheit.

Wie sich das in der Praxis zusammensetzt:

  • Basisförderung: 30 %
  • Klimageschwindigkeitsbonus: + 20 % (beim Austausch einer alten Heizung)
  • Effizienzbonus: + 5 % (bei besonders effizienten Modellen)
  • Einkommensbonus: + 30 % (bei Haushalten mit geringem Einkommen)

In der Praxis erreichen die meisten Haushalte eine Förderquote zwischen 30 % und 55 %, abhängig davon, welche Boni sie in Anspruch nehmen können. Lassen Sie sich vorab beraten, damit Sie keine Bonusmöglichkeit übersehen.

Wann muss der Förderantrag gestellt werden?

Bei der BAFA-Förderung für Wärmepumpen gilt eine wichtige Regel: Der Antrag muss vor Abschluss des Liefer- und Leistungsvertrags gestellt werden. Das heißt, Sie dürfen noch keinen verbindlichen Auftrag an einen Handwerksbetrieb erteilt haben, bevor Ihr Antrag genehmigt ist. Wer diese Reihenfolge nicht einhält, verliert den Förderanspruch.

Für die Einspeisevergütung bei Photovoltaikanlagen gilt eine andere Logik: Hier müssen Sie die Anlage lediglich beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur anmelden, nachdem die Installation abgeschlossen ist. Einen separaten Förderantrag müssen Sie dafür nicht stellen.

Für KfW-Kredite gilt ebenfalls: Der Kreditantrag muss vor Beginn des Vorhabens gestellt werden, also bevor Sie Verträge unterzeichnen oder Maßnahmen beauftragen. Planen Sie daher ausreichend Zeit für die Antragstellung ein, bevor Sie mit einem Handwerksbetrieb konkrete Schritte vereinbaren.

Gibt es regionale Förderungen in der Pfalz oder in Landau?

Neben den Bundesprogrammen gibt es in Rheinland-Pfalz und in der Region Landau zusätzliche Fördermöglichkeiten, die viele Haushalte nicht kennen. Das Land Rheinland-Pfalz bietet über die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) zinsgünstige Darlehen für energetische Sanierungsmaßnahmen an, die Sie mit Bundesprogrammen kombinieren können.

Auf kommunaler Ebene lohnt es sich, direkt bei der Stadt Landau nachzufragen. Einige Kommunen bieten eigene Zuschüsse oder Beratungsangebote für erneuerbare Energien und Wärmepumpen an. Diese Programme sind oft weniger bekannt, können aber eine nützliche Ergänzung zu den Bundesmitteln sein.

Zusätzlich gibt es in manchen Regionen Förderangebote im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung, die den Umstieg auf klimafreundliche Heizsysteme unterstützen. Da Landau eine eigene kommunale Wärmeplanung mit dem Ziel einer klimaneutralen Wärmeversorgung bis 2045 verfolgt, können sich hier künftig weitere Fördermöglichkeiten ergeben. Wer auf dem aktuellen Stand bleiben möchte, sollte regelmäßig die Informationsangebote der Stadt und des lokalen Energieversorgers im Blick behalten.

Wie wir Sie bei Photovoltaik und Wärmepumpe unterstützen

Wir bei EnergieSüdwest begleiten Sie von der ersten Idee bis zur fertigen Installation, und wir kennen die Förderlandschaft in der Region genau. Was wir für Sie tun:

  • Persönliche Beratung zu allen relevanten Förderprogrammen, zugeschnitten auf Ihre Situation
  • Planung und Installation von Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen, Batteriespeichern und Wallboxen aus einer Hand
  • Unterstützung bei der Antragstellung, damit Sie keine Fristen oder Bonusmöglichkeiten verpassen
  • Maßgeschneiderte Komplettlösungen für Privathaushalte und Gewerbebetriebe in der Südpfalz

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